Politik

POLITIK

Wesentliche Informationen

Das Fach Politische Bildung ist im Land Berlin in der Sekundarstufe I seit dem Schuljahr 2019/20 ein eigenständiges Fach. Es wird mit jeweils einer Wochenstunde in den Klassen 7 bis 10 und in der Regel von der Geschichtslehrkraft unterrichtet. Darüber hinaus bieten wir Sozialkunde als Wahlpflichtfach in Klasse 8 und Politik als Wahlpflichtfach in Klasse 9 an. Beide Wahlpflichtkurse werden mit jeweils zwei Stunden pro Woche unterrichtet. In der Oberstufe können Schülerinnen und Schüler das Fach Politikwissenschaft (PW) als Grundkurs wählen.

 

 

Zielsetzungen des Politikunterrichts

Die Fächer Politische Bildung/PW sind ein wesentlicher Bestandteil der gesellschaftswissenschaftlichen Bildung. Sie trägt in besonderem Maße dazu bei, dass unsere Schüler*innen aktuellen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen einer sich immer schneller verändernden Welt adäquat begegnen können. Analog zum Fach Geschichte geht es auch in den Fächern PB/PW um die Entwicklung von Fähigkeiten zum kritischen Analysieren, Differenzieren, Hinterfragen und Urteilen.

Der Unterricht qualifiziert die Schülerinnen und Schüler somit dazu, sich in verschiedenen politischen Zusammenhängen, z.B. im politischen System der Bundesrepublik Deutschland und der EU, sowie in den Herausforderungen und Veränderungen der globalisierten Welt zurechtzufinden. Aktuelle gesellschaftliche, wirtschaftliche oder politische Probleme, Entwicklungen oder Ereignisse werden dementsprechend im Unterricht berücksichtigt.

 

 

Politische Bildung über den Lernort Schule hinaus

Unserem Fachbereich Gesellschaftswissenschaften ist die Organisation und Durchführung zahlreicher Projekte besonders wichtig. Einige Beispiele seien an dieser Stelle genannt:

  • Im Rahmen des Politikunterrichts besuchen wir zahlreiche Veranstaltungen von Stiftungen und Organisationen, z.B. der Friedrich-Ebert-Stiftung oder der Schwarzkopfstiftung. Auf diese Weise ermöglichen wir unseren Schüler*innen die aktive Teilnahme an aktuellen politischen Debatten für unsere Schülerinnen und Schüler. Darüber hinaus gehört der Besuch weiterer außerschulischer Lernorte (z.B. großes Planspiel Bundestag) zum festen Bestandteil unseres Curriculums.
  • Die Entwicklung einer demokratischen Grundhaltung unserer Schüler*innen fördern wir seit 2007 in besonderem Maße als „Jugend debattiert“-Schule. Das Debattieren über aktuelle politische Themen ist fester Bestandteil des Unterrichts in der Mittel- und Oberstufe. Unsere Schüler*innen nehmen darüber hinaus mit großem Erfolg am Wettbewerb teil.
  • Durch gesellschaftlich verantwortungsvolles Handeln und politisches Engagement unserer Schüler*innen ist unser Gymnasium seit 2010 eine „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. In diesem Zusammenhang organisiert eine Gruppe von Schüler*innen zusammen mit den Lehrkräften unseres Fachbereichs einen Antirassismus-Projekttag.
  • Die Voraussetzung für die politische Willensbildung und politische Partizipation ist das Verständnis des Wahlsystems. Aus diesem Grund bieten wir anlässlich von Bundestagswahlen und Landeswahlen in Berlin Wahlsimulationen (U-18 Wahlen) an.
  • Im Rahmen des Unterrichts und über diesen hinaus besteht die Möglichkeit der Teilnahme an Wettbewerben, z.B. dem Wettbewerb des Deutschen Anwaltvereins oder der Bundeszentrale für politische Bildung. Themen waren in den letzten Jahren z.B. „Die Relevanz des Grundgesetzes“ und „Wohnen als Luxusgut“.
  • In Zeiten der Globalisierung ist das Erfahren und Reflektieren neuer Perspektiven eine wichtige Voraussetzung für die politische Willensbildung. Alt Mitgliedsstaat der EU liegt ein Schwerpunkt unseres Unterrichts auf dem Erleben der europäischen Werte und der Herausbildung einer europäischen Identität. Das Thema Europa wird sehr intensiv im Unterricht behandelt und durch außerunterrichtliche Aktivitäten vertieft. Als Beispiel sei die aktuelle (2020/2021) Kooperation mit dem Lycée Edgar Faure in Morteau zum Thema „Der Aufbau der EU“ über die europäische eTwinning-Plattform genannt, bei welcher der Aufbau der EU und Reformansätze aus französischer und deutscher Sicht betrachtet und diskutiert wurden. Aufgrund der Covid-19-Pandemie konnte die geplante Drittortbegegnung in Straßburg leider nicht umgesetzt werden, so dass es bei einem Austausch auf der digitalen Ebene blieb. Einige Auszüge der Ergebnisse sind unten zu finden.

 

Dr. Roland Huschner

 

Ich bin dem Schicksal dankbar für mein Leben, so wie es verlaufen ist.

Manfred von Ardenne